Der 2 Takt-MotorDer 2-Takt-Motor gehört zu den Verbrennungsmotoren, es gibt ihn sowohl als Diesel-, als auch als Benzinmotor. Das besondere am Zweitaktmotor ist die spezielle Funktionsweise. Anders als beim Viertaktmotor benötigt der 2-takter nur eine einzige Kurbelwellenumdrehung für den sogenannten thermodynamischen Kreisprozess.

Der Begriff „Zweitakter“ ist umgangssprachlich und bezeichnet im Normalfall immer einen ventillosen Ottomotor, der mit einem Benzin-Öl-Gemisch geschmiert wird. Dieses wird im Arbeitstakt außerdem verbrannt. Zweitakt-Dieselmotoren werden hauptsächlich als Schiffsantriebmotoren genutzt, früher waren sie auch für LKWs relativ verbreitet.
Funktionsweise des ZweitaktmotorsDamit man die Funktionsweise des 2 Takt-Motors und seines Antriebs einfacher verstehen kann, ist es am sinnvollsten, dem Weg des Gases vom Vergaser an zu folgen. Um den Antrieb zu ermöglichen sind insgesamt 6 Schritte notwendig. Als erstes muss frisches Gas in den Zylinder eingesaugt werden, das geschieht, wenn sich der Kolben vom „unteren Totpunkt“ (tiefster Punkt der Kolbenbewegung) zum „oberen Totpunkt“ (höchster Punkt der Kolbenbewegung) bewegt. Während sich der Kolben aufwärts bewegt, entsteht im Kurbelwellengehäuse ein Unterdruck, der für das Ansaugen des Frischgases sorgt. Im zweiten Schritt wird das Gas vorverdichtet, hierzu verschließt sich die Frischgaszufuhr durch den Kolben und das Gas wird bei der Abwärtsbewegung vorverdichtet. Im Anschluss daran folgt das Überströmen, bei dem das vorverdichtete Gas in den eigentlichen Brennraum strömt und so noch die letzten Reste des Abgases heraus spült. I m 4. Schritt wird das Gas im Brennraum bei der Aufwärtsbewegung erneut verdichtet und schließlich im 5. Schritt gezündet. Durch die Entzündung entsteht eine Flammenwand, die sich innerhalb des Zylinders mit zweifacher Schallgeschwindigkeit ausbreitet und in diesem Schritt wird die mechanische Arbeit erzeugt. Während der Abwärtsbewegung öffnen sich gleichzeitig die Abgaskanäle und das verbrannte Gas kann über die Auspuffanlage ausströmen.
Diese Schritte laufen teilweise zur gleichen Zeit ab, weswegen man zusätzlich in 2 Takte unterscheidet, im ersten Takt (eine Auf- und Abwärtsbewegung) wird das Gas verdichtet und angesaugt. Im zweiten Takt wird das Gas vorverdichtet, entzündet, strömt über und wird ausgelassen. Die Steuerung der entsprechenden Öffnungen erfolgt normalerweise über den Kolben direkt, es besteht aber auch die Möglichkeit der Steuerung über Drehschieber oder Membrane.
Das Ausströmen des Abgases und das Überströmen des Frischgases geschehen gleichzeitig, daher kommt es bei vielen Zweitaktmotoren zu sogenannten Spülverlusten, das heißt, dass ein Teil des Frischgases durch die Abgasöffnung mit entströmt. Um diese Verluste zu senken gibt es spezielle Auspuffsysteme, die durch ein Reflektionssystem dafür sorgen sollen, dass das ausströmende Frischgas wieder zurück in den Zylinder gedrückt wird. Auch dieser Vorgang geschieht mit Schallgeschwindigkeit. Die oben beschriebene Funktionsweise gilt sowohl für den 2-Takt-Benzin als auch für 2-Takt-Dieselmotoren. Im 2-Takt-Diesel werden lediglich einige andere Teile benötigt, das Grundprinzip ist aber exakt gleich.
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