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Abgasuntersuchung

Die Abgasuntersuchung

Die Abgasuntersuchung (AU, früher ASUAbgassonderuntersuchung) soll sicherstellen, dass die Abgaswerte aller in Deutschland zugelassenen Kraftfahrzeuge die Abgasnorm einhalten. Gesetzliche Grundlage hierfür ist § 47a StVZO in Verbindung mit Anlage VIII und VIIIa StVZO.

AbgasuntersuchungNutzungszeitraum für Ottomotoren sind hierbei jeweils 24 Monate, bei Dieselmotoren bis zu 3,5 Tonnen ebenfalls 24 Monate und bei Dieselmotoren über 3,5 Tonnen 12 Monate.
Die Grenzwerte sind für jede Fahrzeugart (mit oder ohne Katalysator, Diesel, geregelter Kat, ungeregelter Kat) spezifisch festgelegt.
Die Abgasuntersuchung ist ein Teil der Hauptuntersuchung (HU), ohne AU findet keine Abnahme der HU statt.
Motoren, die von der Pflichtuntersuchung befreit sind, sind in § 47a Abs. 1 StVZO aufgeführt. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Fahrzeuge mit Ottomotoren, die erstmals vor dem 01. Juli 1969 zugelassen wurden.

Vor der eigentlichen Abgasuntersuchung findet eine Sichtprüfung des Motors und des Auspuffes statt. Hierbei wird darauf g eachtet, ob sichtbare Schäden vorhanden sind oder Bauteile fehlen.

Was brauche ich für die Abgasuntersuchung? 

Zur Untersuchung ist der Fahrzeugschein bzw. bei neueren Fahrzeugen die Zulassungsbscheinigung I mitzubringen. Ist das Fahrzeug getunt oder sind Änderungen vorgenommen worden, muss die Änderungsabnahmebestätigungen ebenfalls vorgelegt werden, sofern diese nicht bereits im Fahrzeugschein eingetragen sind.

Grenzwerte der Abgasunttersuchung 

Grenzwerte Abgasuntersuchung StVZOBei KFZ mit Otto-Motor ohne Katalysator darf der Kohlenmonoxidgehalt 3,5 % nicht überschreiten (gemessen in der Leerlaufdrehzahl).

Bei Fahrzeugen mit ungeregeltem Katalysator findet die Messung bei erhöhter Leerlaufdrehzahl statt. Hierbei muss der Lambda-Wert zwischen 0,97 und 1,03 liegen und der Kohlenmonoxidgehalt darf einen vom Hersteller vorgegebenen Wert nicht überschreiten.
Wird die Messung bei normaler Leerlaufdrehzahl durchgeführt, darf der Kohlenmonoxidgehalt 3,5 % nicht überschreiten.

Wird bei Fahrzeugen mit Otto-Motor mit geregeltem Katalysator mit erhöhter Leerlaufdrehzahl gemessen, muss auch hier der Lambdawert zwischen 0,97 und 1,03 liegen. Allerdings darf der Kohlenmonoxidgehalt 0,3 % nicht überschreiten. Besitzt ein KFZ die Euro4-Norm sind es sogar nur 0,2 %. Bei Messungen in normaler Leerlaufdrehzahl darf 0,5 % nicht überschritten werden. Mit Euro4-Norm gilt der Grenzwert von 0,3 %.

Bei Messungen bei erhöhter Leerlaufdrehzahl bei Fahrzeugen mit Ottomotoren mit On Board Diagnose (OBD) muss der Lambda-Wert ebenfalls zwischen 0,97 und 1,03 liegen und der vom Hersteller angegebenen Wert des Kohlenmonoxidgehalts darf nicht überschritten werden. Während Messungen bei normaler Leerlaufdrehzahl muss nur die Drehzahl eingehalten werden, die Abgase an sich werden nicht gemessen.

Ab 01. Januar 2010 wird die Abgasuntersuchung von der Umweltverträglichkeitsprüfung abgelöst. Diese findet dann im Rahmen der Hauptuntersuchung statt.

Kosten/Preise für Abgasuntersuchung

Die Abgasuntersuchung kostet für Ottomotoren ca. 37,00 Euro, für Dieselmotoren je nach Gewicht zwischen 40,00 Euro und 70,00 Euro. Für Motorräder kostet die Abgasuntersuchung zwischen 10,00 Euro und 30,00 Euro. Die Preise variieren von Bundesland zu Bundesland und Werkstatt zu Werkstatt.

Abgasuntersuchung Dieselfahrzeuge

Während Ottomotoren CO, HC, O2 und NOx produzieren und diese gemessen werden, ist für Dieselfahrzeuge nur der Trübungswert (k-Wert) des Abgases durch Ruß wichtig. Die Dichte der Rußpartikel wird durch Messung der Rauchgastrübung bei freier Beschleunigung bestimmt. Hierbei liegt der Grenzwert liegt bei 2,5 m-1. Bei Fahrzeugen nach Euro4-Norm liegt der Grenzwert bei 1,5 m-1.

Abgasuntersuchung Motorrad

Die AU für Motorräder wurde 2006 eingeführt und gilt für fast alle Zweiräder mit Erstzulassung ab 1989, ausgenommen sind unter anderem Dieselfahrzeuge.
Bei Motorrädern ohne Katalysator oder mit ungeregeltem Katalysator darf der CO-Wert die Grenze von 4,5 % bzw. die Herstellervorgabe nicht überschreiten. Bei Fahrzeugen mit geregeltem Katalysator darf der Grenzwert von 0,3 % bzw. Herstellerangabe nicht überschritten werden.

Prüfplakette der Abgasuntersuchung

Zur Zeit bekommt jedes Kraftfahrzeug, dass die Abgasuntersuchung bestanden hat eine Prüfplakette. Die Plakette der Abgasuntersuchung ist sechseckig und wird wird an dem vorderen Kennzeichen angebracht. In der Mitte steht das Jahr der Gültigkeit und die obere Zahl stellt den Monat dar, in der der Nutzungszeitraum der Abgasuntersuchung abläuft. Für jedes Kalenderjahr gilt eine bestimmte Farbe, so dass Polizisten anhand der Farbe erkennen können, ob die Abgasuntersuchung bereits abgelaufen ist. Die Plaketten werden allerdings mit der Umweltverträglichkeitsprüfung 2010 abgeschafft.

 
 

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