Autofinanzierung mit und ohne Schlußrate
Varianten der AutofinanzierungEs gibt viele Varianten, um ein Auto zu finanzieren, aber die am meisten verwendete Finanzierungsart ist der klassische Ratenkredit.
 Hier gibt es dann zwei Möglichkeiten, wahlweise vereinbart man eine Schlussrate, die am Ende der Laufzeit fällig wird oder man zahlt die komplette Summe über den vereinbarten Zeitraum zurück. Beide Finanzierungsvarianten haben ihre Vor- und Nachteile. Autofinazierung mit Schlußrate Vereinbart man eine Autofinanzierung mit Schlussrate, sinkt die monatliche Belastung je nach Höhe dieser Rate natürlich deutlich ab, man benötigt allerdings am Ende zwingend das Kapital für die Schlussrate. Es besteht aber die Möglichkeit, die eingesparten Raten gewinnbringend anzulegen, um so am Ende sogar die Gesamtbelastung zu senken. Wenn der Kreditnehmer beispielsweise 30.000€ benötigt, aber eine Schlussrate von 10.000€ vereinbart, zahlt er bei einer Laufzeit von 60 Monaten jeden Monat knapp 400 Euro an Tilgung und Zinsen (Zinssatz: 7%). Der Zinsaufwand beträgt insgesamt 3.700 Euro. Autofinanzierung ohne Schlußrate
Bei einer Finanzierung ohne Schlussrate werden jeden Monat 600 Euro fällig, der Zinsaufwand beträgt in diesem Fall 5.500 Euro. Werden die 200€ Differenz jeden Monat in eine beliebige Geldanlage investiert, die einen Zinsertrag von 3% erwirtschaftet, sind nach Ablauf von 60 Monaten insgesamt knapp 13.000€ Kapital vorhanden, die zur Abzahlung der Schlussrate verwendet werden können. Dadurch sinkt die eigentliche Kreditbelastung um 3.000€ auf 700€. Dann müssen allerdings noch die Zinsen für die 10.000€ berücksichtigt werden, die ja bereits am Anfang der Laufzeit mit ausgezahlt werden, diese liegen bei 1.800 Euro, so dass man auf eine Gesamtbelastung von 2.500 Euro kommt, unterm Strich immer noch 500€ weniger als bei einer Autofinanzierung ohne Schlussrate. Allerdings kommt es individuell auf jeden einzelnen Kreditnehmer an, gerade bei kurzfristigen Verträgen ist eine Vereinbarung ohne Schlussrate sinnvoller, weil die Zinseszinseffekte über einen kurzen Zeitraum nicht richtig zur Geltung kommen können. Je länger die Vertragslaufzeit angelegt ist, desto eher lohnt sich die Vereinbarung einer Schlussrate (die oben angegebenen Fälle sind Rechenbeispiele, die tatsächliche Ersparnis kann geringer oder höher ausfallen).
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