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In welche Autos kann man Erdgas einbauen?

Prinzipiell kann man jedes Fahrzeug mit einem Ottomotor ein Erdgasbetrieb einbauen. Der Benzintank wird dabei jedoch nicht ersetzt, sondern nur ergänzt. Das Fahrzeug kann dann sowohl mit Benzin und mit Erdgas betrieben werden.

Erdgas Umbau EinbauIm Cockpit befindet sich nach dem Einbau dann ein Schalter, mit dem man beliebig zwischen den beiden Antriebsarten hin- und herschalten kann, besonders sinnvoll, wenn gerade keine Erdgastankstelle in der Nähe ist. Man kann dann einfach normales Benzin tanken und den Wagen damit betreiben.

Welche Änderungen sind für den Umbau zum Erdgasauto nötig?    

Der Umbau eines konventionell betriebenen Fahrzeugs ist dabei mit relativ wenigen Änderungen am Motor möglich, größtenteils kann die „alte“ Technik weitergenutzt werden. Angepasst werden müssen aber auf jeden Fall der Ventiltrieb und der Zündzeitpunkt. Erdgas hat eine geringere Brenngeschwindigkeit als Benzin und erfolgt keine Anpassung, liegt die Abgastemperatur merklich höher und dann kann es zu Schädigungen an den Auslassventilen kommen, die auf dauerhaft höhere Temperaturen leider empfindlich reagieren. Ansonsten sind nur ein entsprechender Erdgastank und eine Motorzuleitung notwendig. Der Erdgastank besteht meist aus Stahl, es gibt aber bereits einige Modelle, die mit speziellen Erdgas-Kunststofftanks ausgerüstet werden können. Durch den Tank entsteht meistens auch ein Verlust beim Kofferraumvolumen, da der Tank im Normalfall nicht niederflurig angeordnet werden kann. Die meisten Serienfahrzeuge besitzen aber ebensolche Tanks, so dass das Problem bei einem Neuwagen nicht auftritt.

Lohnt sich Umbau auf Erdgas? 

Die Umbau auf Erdgasbetrieb kann sich neben den Kraftstoffkosten auch noch auf andere Weise finanziell lohnen, einige Versicherungsunternehmen rabattieren den Betrieb von Erdgasfahrzeugen mit bis zu 30%, so zum Beispiel die RheinLand Versicherungen in Deutschland und die Wiener Allgemeine Versicherung in Österreich. Nach dem Umbau werden deutlich weniger Emissionen erzeugt, wenn das Fahrzeug im Erdgasbetrieb läuft. Bei der Erdgasverbrennung entsteht im Vergleich zu Benzinverbrennung 25% weniger Kohlendioxid, 75% weniger Kohlenmonoxid und 60% weniger Kohlenwasserstoffe. Außerdem produziert die Erdgasverbrennung praktisch keine Rußpartikel und keinen Feinstaub und ist so auch im Vergleich zu Dieselfahrzeugen deutlich umweltfreundlicher. Umgebaute Erdgasfahrzeuge bekommen so meistens auch eine bessere Abgasnorm, wenn sich nach dem Einbau monovalent betrieben werden.

 
 

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