Autogas NachrüstungPrinzipiell lässt sich fast jedes Fahrzeug mit Otto-Motor mit einer Autogasanlage nachrüsten, Ausnahmen sind nur die Motoren mit Benzindirekteinspritzung, für die es bisher kein praktikables System gibt.
Die Nachrüstung mit Autogas sollte man jedoch keinem Privatschrauber überlassen, sondern in einer autorisierten Fachwerkstatt durchführen lassen, schon allein, damit man den Wagen ohne Probleme über den TÜV bekommt. Je nach Anlage ist eine Investition von 1.500 bis 3000 Euro notwendig, die sich bei Vielfahrern aber schnell amortisieren, bei Wenigfahrern ist die Umrüstung nur bedingt empfehlenswert. Am Motor wird grundsätzlich nichts geändert, das Fahrzeug kann auch weiterhin mit Benzin betrieben werden, man kann jedoch entweder automatisch oder manuell auf den Gasbetrieb umschalten.
Bei der Nachrüstung mit Autogas wird ein zusätzlicher Tank verbaut, der unter Umständen etwas Platz wegnimmt, je nachdem, wo man ihn verbaut. Die am häufigsten verwendete Variante ist der Einbau in die Reserveradmulde, damit kein Stauraum verloren geht. Diese Tanks haben ein Volumen zwischen 20 und 80 Litern, je nach Größe des Fahrzeugs. Autogastanks sind keine Druckbehälter (anders als Erdgas-Tanks) und daher lassen sie sich in beliebigen Formen verbauen. Neben der Reserveradmulden-Montage gibt es auch Tanks, die sich direkt im Kofferraum befinden oder unter dem Fahrzeug. Letztere sind aber im PKW-Bereich relativ selten, sie werden eher bei Nutzfahrzeugen angewandt.
Viele haben trotz der Ersparnismöglichkeiten noch immer Bedenken wegen der Gastanks im Wagen. Sie befürchten ein höheres Risiko bei Umbauten. Tests des ADAC haben allerdings das Gegenteil bewiesen. Selbst bei einem Heckcrash mit anschließendem Fahrzeugbrand kam es zu keiner Explosion des Gastanks, Überdruckventile sorgen dafür, dass das Gas kontrolliert entweichen kann, ohne eine Explosion zu verursachen.
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