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Autogasanlagen

Autogasanlagen

Autogasanlagen werden derzeit in drei verschiedene Generationen eingeteilt, eine vierte wurde bereits entwickelt, ist jedoch auf dem Markt noch nicht wirklich verbreitet.

1. Generation der Autogasanlagen 

AutogasanlagenDie erste Generation der Autogasanlagen arbeitet mit der Venturi-Technik. Dieses System ist das älteste und gleichzeitig auch das preiswerteste. Während der Umrüstung wird ein Dosierventil in den Ansaugstutzen integriert, welches die Gasansaugung über Unterdruck steuert. Dadurch kommt es allerdings zu einer Verengung im Ansaugkanal und so muss man bei diesem System mit einem Leistungsverlust rechnen. Bei der Venturitechnik kann es zu einem „Backfire“ kommen, hierbei entzündet sich das Gas im Ansaugtrakt durch eine Fehlfunktion der Zündanlage. Modernere Systeme besitzen Überdruckventile für diesen Fall, damit es nicht zu Schäden durch die Explosion kommt. Venturi-Systeme eignen sich besonders für ältere Kraftfahrzeuge, die sich maximal in der Steuerklasse Euro 2 befinden, denn diese wird auch mit Venturi-Anlage problemlos erreicht. Neuere Fahrzeuge verlieren beim Einbau dieses Systems unter Umständen eine Steuerklasse.

2. Generation der Autogasanlagen 

Die Autogasanlagen der zweiten Generation arbeiten nicht mehr mit der Venturi-Technik sondern schon teilsequentiell. Dabei wird das Gas durch ein Ventil, das elektronisch gesteuert wird, in die Ansaugstutzen der Zylinder geleitet. Dadurch wird der Querschnitt im Ansaugbereich nicht verengt und der Leistungsverlust ist deutlich geringer oder sogar nicht mehr vorhanden. Dieses System eignet sich für Fahrzeuge bis zur Steuerklasse 3, alle Autos mit einer höheren Steuerklasse verlieren diese im Normalfall.

3. Generation der Autogasanlagen 

Autogasanlagen der dritten Generation arbeiten vollsequentiell, das heißt, dass jeder Zylinder ein eigenes Dosierventil für die Gaseinleitung bekommt, wodurch die Gasmenge noch besser dosiert werden kann und die Verbrennung weiter optimiert wird. Während die anderen Systeme eigene Steuergeräte besitzen, rechnet dieses System die im Bordcomputer vorhandenen Kennzahlen für die Benzineinspritzung entsprechend um, wodurch die Programmierung bei einer Nachrüstung einfacher wird. Fahrzeuge mit diesem System erreichen ohne Probleme die Euro 4-Norm.

4. Neuste Generation der Autogasanlagen 

Die neueste Generation der Autogasanlagen arbeitet ebenfalls vollsequentiell, allerdings wird das Gas bei diesen nicht mehr gasförmig, sondern flüssig in den Ansaugstutzen geleitet. Das LPI genannte System ist allerdings noch recht fehleranfällig und daher nicht sonderlich stark verbreitet.